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 Dinner for two

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Dawn Beaumont

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BeitragThema: Dinner for two   Mi Aug 13, 2014 1:43 pm

Die Hafenstadt liegt etwas abseits vom inneren Ring des Kapitols, es ist eine Art Szeneviertel, in dem sich überwiegend der jüngere Teil der Bevölkerung aufhält und sich entlang der meilenlangen Promenade ein Restaurant bzw. eine Bar nach der anderen aufreiht. Man kann die exotischsten Gerichte und Getränke zu sich nehmen und wird dabei oft von einer Live-Band oder einem DJ unterhalten. An der Seite zum Wasser reihen sich vor allem Palmen sowie irgendwelche Kreationen des Kapitols, die das Runde Jahr blühen und abends mit Lichterketten beleuchtet werden. Der Hafen an sich dient weniger dem Frachtverkehr, sondern stellt eigentlich nur die Yachten und Segelschiffe der Kapitolanwohner zur Schau.


Nur wenige Tage nach der Eröffnungsparade der Hungerspiele hatte sich Lukes Manager gemeldet, um einen Termin für das 'Geschäftsessen' zu vereinbaren. Mein Vater war zunächst etwas argwöhnisch gewesen, hatte aber schließlich doch zugestimmt, so dass ich mich jetzt zu dem verabredeten Restaurant fahren ließ. Wie üblich war ich früh dran, da ich generell die Ansicht hatte, dass es unhöflich war andere warten zu lassen, weshalb ich lieber mehr Zeit als zu wenig einplante. Nachdem ich den Fahrer weggeschickt hatte, ließ ich mich schonmal an den reservierten Tisch führen und wechselte ein paar kurze Worte mit dem anwesenden Manager, den ich durch einige frühere Besuche bereits kannte. Mit der Bestellung wartete ich natürlich darauf, dass Luke eintreffen würde. Auch wenn es vielleicht nicht anständig war, hatte ich mir vor diesem Abend einige flüchtige Informationen über ihn zusammentragen lassen – sowohl über seine Spiele, an deren Verlauf ich mich aufgrund meines jungen Alters damals nicht mehr erinnern konnte, als auch über sein Leben danach, um einen Überblick zu haben. Aufgrund der Tatsache, dass er in der Öffentlichkeit stand, war es nicht allzu schwierig, mehr über ihn herauszufinden und ich wusste vermutlich nichts, was man nicht auch im Internet über ihn lesen konnte.



(ich hatte gesehen, dass du in deinen anderen np aus ner anderen perspektive schreibst - was ist dir lieber?)
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Luke Singer
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BeitragThema: Re: Dinner for two   Fr Aug 15, 2014 11:10 am

Über die Promenade schlendern, betrachtete ich die aufkommende Abenddämmerung und genoss das Treiben um mich herum. Das Kapitol war immer bunt beleuchtet, ganzjährige Pflanzen verströmten ihren Duft und die Menschen lebten in vollen Zügen. Der vorhandene Luxus ermöglichte Ihnen, die Tristesse des Alltags zu verscheuchen, es musste keine schwere Arbeit erledigt werden – kurzum, die Leute hier kannten keine richtigen Sorgen. Sie kannten nur das, was sie für Sorge hielten. Es war ein krasser Kontrast zu meinem Heimatdistrikt. Ich lehnte mich an das Promenadengeländer und sah auf meine, in einem breiten Lederarmband eingelassene, Uhr. Noch dreißig Minuten Zeit aber nur noch fünf Minuten Weg. Wenn ich nicht allzu merkwürdig auf die junge Frau wirken wollte, die ich heute traf, hatte ich noch zehn Minuten zum Vertrödeln.
Auch das war ein merkwürdig erfüllender Luxus  - Zeit verschwenden zu können.

Im Schaufenster eines Designerladens wurde Schmuck angeboten. Ich trat an das Schaufenster und inspizierte dabei weniger die Auslage, als unauffällig mein Aussehen.
Der Dreitagebart und die leger zurückgekämmten, nackenlangen Haare würden mir in der nächsten Zeit erhalten bleiben. Die Leute kannten mich so von meinen letzten Hungerspielen, und da ich nun wieder Mentor war, sollte der Wiedererkennungswert gewährleistet sein. Es war nicht besonders einfach, die aktuelle Mode mit einigen Fingerzeigen auf Distriktbesonderheiten zu kombinieren, aber es war machbar. Spätestens wegen der Stylistin.
Also trug ich ein weißes Hemd mit hochgekrempelten Ärmeln, eine gut sitzende grau Anzugweste und eine passende Anzughose. Das Jaket war heute weggelassen worden, damit man das weiche, hauchdünne, blaugrau gefärbte und mit den hellen Bleichespritzern gemusterte Lammleder der Westenrückseite sehen konnte. Die locker gebundene Krawatte passte zum Rückenteil der Weste.
Ich war zufrieden damit, dass wirklich alles ordentlich saß, und gab mir einen Ruck, um den Weg zum Restaurant so zielgerichtet wirkend wie möglich zu absolvieren, um die kleine Handvoll mich erkennender Fans gar nicht erst dazu zu animieren, mit mir zu sprechen.

Dawn Elisabeth Beaumont war noch verdammt jung, und mich überraschte doch, wie erwachsen und bedacht sie schon wirkte. Ein kleines Persönchen mit viel familiärem Rückenwind und einem guten Schulschnitt. Ich lachte in mich hinein, ein Dinner mit einer Schülern, das hatte ich auch noch nicht gehabt. Auf jeden Fall musste ich drauf achten, die Aufmerksamkeit ihrer beiden Brüder nicht zu früh auf mich zu ziehen. Das könnte lästig werden, wenn es darum ging Dawns Vertrauen und damit Nähe zu ihrem Senatorenvater zu gewinnen.

Ich war auf den Punkt 15 Minuten vor der verabredeten Zeit im Restaurant und doch nicht der Erste am Treffpunkt. Ein Ober führte mich durch die Sitzreihen in einen unauffällig abgetrennten VIP-Bereich des Restaurants, in dem sich kaum Leute aufhielten. Ich kannte solche Restaurantaufteilungen schon, sie erlaubten ein ruhiges Essen und Spezialfolien auf den Fensterscheiben garantierten gute Sicht, ohne dass man fotografiert werden konnte.

„Guten Abend, Dawn.“, grüßte ich galant. Mein Blick glitt unauffällig  über ihr Erscheinungsbild, als ich ihr die Gelegenheit gab, zu bestimmen, wie sich unsere Begrüßung gestalten sollte. Sie schien mir nicht der Begrüßungsküsschentyp zu sein, wie es überraschend viele im Kapitol waren.


[Huch...das war unerwartet ausführlich. Danke, für die Frage der Perspektive - wir bleiben mal beim Forenstandard. Ich falle nur manchmal in alte Gewohnheiten zurück. Besonders, wenn ich über Skype spiele. Smile]
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Dawn Beaumont

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BeitragThema: Re: Dinner for two   Mo Aug 25, 2014 2:37 pm

Neben dem Essen war ein weiterer Pluspunkt dieses Restaurants, dass es eine angenehme Ruhe ausstrahlte, die nur von der leisen Melodie eines Klavierstücks unterlegt wurde. Die Tische waren so weit voneinander entfernt, dass man lediglich bei gezieltem Hinhören die Gespräche der anderen Gäste mitbekommen konnte und man blieb außerdem von den neugierigen Blicken sowie dem damit verbundenen eventuellen Klatsch irgendwelcher sensationsgieriger Tratschweiber verschont. Und davon gab es hier im Capitol mehr als genug! Es war zwar nicht so, dass ich irgendwelche Gründe hatte, das Treffen mit Luke geheimzuhalten, aber ich bevorzugte es trotzdem im Allgemeinen aus der Presse raus zubleiben, vor allem wenn diese vorher nicht abgesegnet worden war oder es sich dabei um irgendein unseriöses Boulevardmagazine handelte.

„Guten Abend.“ begrüßte ich Luke ebenfalls mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen und reichte ihm kurz die Hand. Es war eine schlichte Begrüßungsgeste, aber unter Anbetracht der Tatsache, dass wir uns bisher nicht allzu gut kannten, hielt ich es für die einzig angebrachte. Ich war zumindest kein Fan der überschwänglichen Begrüßungen mit Küsschen rechts und links, die viele meiner Mitbürger so liebten und für eine Umarmung musste ich jemanden zu meinem Freundeskreis zählen. Wie bereits bei der Eröffnungsparade sah Luke sehr zurechtgemacht aus und sein Outfit war passend aufeinander abgestimmt – allgemein hatte ich nie einen Auftritt von ihm gesehen, in dem er unangebracht gekleidet gewesen war und ich wunderte mich für einen kurzen Moment, ob dies eigentlich sein persönlicher Kleidungsstil war oder ob er lediglich die von einem Stylisten zurechtgelegten Klamotten anzog. Es war irgendwie ein sonderbares Bild ihn sich in der gleichen Kleidung in seinem Heimatdistrikt vorzustellen, aber andererseits hatte er mittlerweile bereits so viel Zeit im Capitol bzw. Distrikt 1 verbracht, dass es vielleicht auch schon zu einem Teil von ihm geworden war.

Ich strich mit den Fingern mein eigenes Kleid flüchtig glatt als ich mich wieder auf dem Stuhl niederließ und nahm dann die Karte entgegen, die uns einer der Ober aushändigte. Nachdem ich einen Schluck von dem gebrachten Wein genommen hatte, richtete ich meinen Blick schließlich auf Luke. „Ich würde dich ja zu deinem wiedergewonnenen Mentorenjob beglückwünschen, aber aufgrund der Umstände sollte ich wohl eher schon fast meine Anteilnahme bekunden – ich hoffe dem Mädchen geht es wieder besser?“ Die offizielle Geschichte war zwar eine andere, aber mir war trotzdem nicht entgangen, dass die junge Mentorin aus seinem Distrikt versucht hatte sich das Leben zu nehmen. Es war vermutlich nicht das erste Thema, auf das er angesprochen werden wollte, aber die Tatsache, dass sich seine Position seit unserem letzten Zusammentreffen geändert hatte, wäre vermutlich ohnehin früher oder später aufgekommen.


(sorry fürs lange warten!!)
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Luke Singer
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BeitragThema: Re: Dinner for two   Mo Sep 01, 2014 9:45 pm

Das zurückhaltende Händeschütteln passte zu Dawns bedachten Auftreten. Insgesamt strahlte die junge Frau eine angenehme Ruhe aus, die ich schätzte. Bei unserem kurzen Kontakt stellte ich fest, wie gut ihre kleine, weiche Hand mit den sorgsam manikürten Nägeln in meine passte. Einen Augenblick lang überlegte ich, wie ihre Finger wohl aussehen mochten, wenn sie in Distrikt 10 aufgewachsen wäre...keine schöne Vorstellung. Das leichte Leben stand ihr besser als harte Arbeit.
„Ein angenehmes Ambiente.“, stellte ich Dawn gegenüber fest, nahm platz und dankbar nickend die Karte vom Ober entgegen. „Und ein guter Wein.“, fügte ich dann überrascht hinzu, als ich den von ihr ausgewählten Wein gekostet hatte. Wein war sonst nicht der Alkohol meiner Wahl, aber dieser hier war wirklich gut – und kostete vermutlich mehr als ein Fabrikarbeiter im Jahr erwirtschaftete. Ich spürte die angenehme Trunkenheit des Reichtums in meiner Magengrube und entspannte mich.

Doch das hielt nicht lange vor. Selbst mein Talent für die Schauspielerei konnte nicht verdecken, wie ein Muskel deutlich an meinem Kiefer zuckte, als ich die Zähne grimmig aufeinander presste.
„Sie ist unter Beobachtung,“, sagte ich nur ernst. Nach einen weiteren angespannten Moment zwang ich mich die Schultermuskulatur zu entspannen und fuhr mir durch das Haar.
„Die Leute glauben, wenn man gesiegt hat, wäre alles gut, aber es gibt auch nach den Spielen immer wieder „make-or-break-Punkte“, die man überstehen muss, um weitermachen zu können. Sie wird nicht zurückkehren.“
‚Und darum sind diese Spiele nun mein ‚make-oder-break-Punkt’ geworden.’, fügte ich in Gedanken hinzu.

Ich lehnte mich zurück, lege die Karte neben mich und beide Hände leger auf den Tisch, um meine eigene innere Abwehrhaltung zu durchbrechen. Dann wechselte ich das Thema.
„Ein ‚Weinberg 15’ ?“, riet ich, nachdem mein Gedächtnis dem Geschmack des Weines einen Namen zugeordnet hatte. Von Jahrgängen hatte ich zwar keine Ahnung aber mein Hirn lies mich bei Namen nie im Stich.
Die Weine kamen alle aus dem gleichen Distrikt und hatten neben ihren charmant klingenden, französischen Namen immer eine Feldbezeichnung, die den genauen Anbauort preisgab und es möglich machte, die Qualität allein durch die Feldnummer zu kategorisieren.




[Kein Problem, bei mir hats ja auch gedauert. Ich möchte immer gern was Ordentliches schreiben.]
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BeitragThema: Re: Dinner for two   Fr Okt 10, 2014 10:55 pm

„Freut mich, dass es dir gefällt – ich habe dir ja gesagt, dass das Kapitol viele schöne Seiten zu bieten hat.“ fügte ich mit einem leichten Lächeln auf den Lippen hinzu, wobei ein schickes Restaurant definitiv nicht alles war, was wir hier zu bieten hatten. Gut also, dass es noch früh am Abend war!

Mir entging nicht, wie er die Zähne aufeinander biss und sein Körper sich bei meinen Worten anspannte. Von seinem weißen Zahnpastalächeln und der bisherigen eher locker, fröhlichen Art war nichts mehr zu sehen - was auch kein Wunder war, wenn man meine Worte bedachte. Natürlich war mir vorher bewusst gewesen, dass das, was mit seiner Kollegin bzw. seinem ehemaligen Schützling oder vielleicht sogar seiner guten Freundin – schließlich wusste ich ja nicht, wie er zu ihr stand - passiert war, für ihn kein angenehmes Thema sein würde, aber die Dinge, die sich im Verlauf der letzten Tage ergeben hatten, ließen sich auch nicht verleugnen. Auch mein Lächeln war nun verschwunden und meine Miene nachdenklich geworden als er erwiederte, dass sie nicht zurückkommen würde. Ich hatte schon oft darüber nachgedacht, wie sich die Tribute während der Spiele fühlen mussten, welchem Horror sie ausgesetzt waren, aber ich hatte mich tatsächlich weniger gedanklich damit beschäftigt, wie es ihnen danach erging.. welche Alpträume sie auch noch nach der Arena durchleben mussten. Wenn die Sieger im Kapitol waren, wirkten sie oft unnahbar oder gar heroisch, was durch die Bewunderung und den Jubel, welche ihnen entgegengebracht wurden, noch verstärkt wurde.. aber das dem nicht immer so war, hatte sich soeben nochmal bewiesen, selbst wenn dies für die allgemeine Öffentlichkeit unter den Teppich gekehrt worden war. „Ich hoffe sie hat jemanden, der für sie da ist.“ fügte ich schließlich mit ruhiger Stimme hinzu und sah ihn an. Ob er wohl auch jemals darüber nachgedacht hatte, seinem Leben ein Ende zu setzen? Wie hatte er die Jahre danach überstehen können, während andere keinen anderen Ausweg als den Tod sahen? Es war ein viel zu persönliches Thema als dass ich ihn danach fragen würde, aber wundern tat ich mich trotzdem.

Die Art und Weise, wie er sich dann zurücklehnte und den Wein erriet, verriet mir, dass er  wieder zu seinem entspannten Selbst zurückgefunden hatte und die Sache damit abgehakt war. „Du hast eine feine Zunge.“ erwiederte ich auf den Themenwechsel und zog die Augenbrauen hoch, ehe ich mit einem leichten Grinsen fortfuhr. „Oder hast du einfach schon zu viele Abende auf diversen Weinproben verbracht?“ Tatsächlich handelte es sich um einen recht bekannten, aber auch einen sehr erlesenen Wein, der sicherlich nicht auf jedem Tisch serviert wurde.
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BeitragThema: Re: Dinner for two   Di Okt 14, 2014 9:06 pm

„Ich bin gespannt, wie deine After-Dinner-Agenda sich gestaltet.“, erwiderte ich aufgeschlossen. Immerhin waren wir zu einem freundlichen Austausch und etwas Sightseeing verabredet. Dieses Treffen würde nicht romantisch vor irgendeiner Haustür enden. Zumindest nicht heute. Ich nahm noch einen Schluck Wein und überlegte kurz, wie viel ich preisgeben sollte.

„Tatsächlich hatte ich noch keine einzige Weinprobe.“ Begann ich mit einer frei zugänglichen Information. „Aber ich habe schon die ein oder andere Flasche von einem Gönner aus dem Kapitol geschenkt bekommen.“ Das war schon weniger bekannt und hing damit zusammen, dass man als Sieger durchaus in einem kurzlebigen ‚Gefälligkeiten-Arrangement’ mit einer reichen Bürgerin des Kapitols landen konnte.
„Bei der Wiedererkennung leistet mir dabei allerdings mein Kopf bessere Dienste als meine Zunge. Es geht weniger um den Geschmack, als die abgespeicherte Information, wenn man ein eidetisches Gedächtnis hat.“ Diese letzte Sache wussten nur wenige, aber warum nicht den Schuss ins Grüne wagen, um Dawn zu beeindrucken.

„Manchmal ist es ein wenig anstrengend, wenn man sich wirklich schon jede Kleinigkeit automatisch merkt. Manchmal ist es aber auch ein unterhaltsames Spiel.“
Ich sah sie aufgeschlossen an, gespannt auf ihre Reaktion. Meine Fähigkeiten hatten Licht- und Schattenseiten. Niemals hätte ich mich dem Leben in der Stadt so schnell anpassen können, wenn ich, der mit 12 das letzte Mal eine Schule von Innen gesehen hatte, nicht dank meines Gedächtnisses die fehlende Bildung innerhalb kurzer Zeit derartig schnell hätte in mich aufsaugen können. Andererseits kannte ich die Namen und persönlichen Daten von jedem meiner Tribute seit meinen eigenen Hungerspielen auswendig – und konnte sie nicht vergessen.
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BeitragThema: Re: Dinner for two   Mi Nov 12, 2014 8:29 pm

„Hoffentlich werde ich deinen Erwartungen gerecht.“ fügte ich mit einem leichten Lächeln auf den Lippen hinzu als er meinte, dass er gespannt darauf war, was ich nach dem Dinner geplant hatte. Im Kapitol bzw. gerade in diesem Viertel gab es einiges zu erleben und sobald die Sonne untergegangen war, würden diese Straßen lebendig werden und nur so von sorgenfreien Menschen, die die Nacht genießen wollten, gefüllt sein. Es war nicht jedermanns Sache – ich wusste definitiv nicht, ob er daran Freude finden würde – aber es war nunmal eines derjenigen Dinge, die das Leben hier auszeichneten und langweilig wurde es im allgemeinen nie.

Bei seinen weiteren Worten zog ich die Augenbrauen hoch und sah ihn mit einer Mischung aus Überraschung und Neugierde an. Natürlich hatte ich nicht angenommen, dass er ungebildet war, aber ich hatte auch nicht damit gerechnet, dass er ein solch seltene Fähigkeit besaß.. ich kannte sonderlich viele Menschen mit einem fotographischen Gedächtnis, aber ich konnte mir vorstellen, dass es eine nützliche Gabe war. „Beeindruckend.“ erwiderte ich daher mit einem Hauch von Anerkennung in der Stimme. Wie hilfreich eine solche Begabung doch sein musste – vermutlich wäre er ein Ass gewesen, wenn er die Universität im Kapitol besucht hätte. Es gab bestimmt genug Menschen, die sich darum gerissen hätten, ihn für ihr Wissenschaftsfeld zu gewinnen. Was er wohl geworden wäre, wenn er hier aufgewachsen wäre? Ob er sich wohl trotzdem für die Karriere im Filmbusiness entschieden hätte? „Ist vermutlich auch ganz nützlich im Schauspielgeschäft, oder?"
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BeitragThema: Re: Dinner for two   Mo Nov 17, 2014 7:10 pm

"Garantiert.", grinste ich. "Als Distriktbewohner brauche ich in Sachen Freizeitgestaltung reichlich Nachhilfe. Bisher war ich vor allem auf Promoparties und das eben in geschlossener Gesellschaft. Ich war noch nicht oft nach eigenem Willen im Kapitol unterwegs. Daher - danke für diese Gelegenheit."

Ich wirkte wieder deutlich relaxter, was auch damit zu tun hatte, dass ich mich in diesem Augenblick nicht verstellte.
"Danke.", begann ich auf ihre Feststellung hin. "Da ich aber als 'Dr. Sexy' gar nicht mal so viel Text habe, ist das ziemlich egal." Bei der Betonung meines Rollennamens verzog ich komisch und auch etwas hilflos das Gesicht. "Bei der letzten Filmproduktion war es schon etwas besser. Ich hoffe, ich komme dauerhaft in die Filmbranche."

Ein Ober brachte die Vorspeise und ich nahm mir einen Augenblick Zeit um die Ästhetik des hübsch angerichteten Tellers mit dem kleinen Portiönchen zu genießen und den Duft der dezenten Würze aufzunehmen.

"Vielleicht...", ich legte mir die Serviette nachlässig auf den Schoß um der Etikette zu entsprechen und streifte Dawn mit einem kurzen Blick. "...kannst du mir ja noch einen Gefallen tun. Es mag sich komisch anhören, aber ich wollte schon immer gern wissen, wie es so an einer Oberschule ist."

Ich lächelte schief - die Frage war ziemlich ungewöhnlich, aber es interessierte mich eben.
"Ich bin nie über die Grundschule hinausgekommen.", erklärte ich schnell, als ich ihren Gesichtsausdruck sah, in der Hoffnung nicht allzu merkwürdig oder dumm zu klingen.
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Dawn Beaumont

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BeitragThema: Re: Dinner for two   Do Dez 04, 2014 5:03 pm

„Oh, okay..“ erwiderte ich lediglich schlicht als er meinte, dass er in seiner derzeitigen Rolle als gar keine große Sprechleistung erbrachte. Wenn ich ehrlich war, hatte ich die Show, in der er mitspielte, bisher nie gesehen und daher vorher seine Arbeit auch nicht richtig einschätzen können. Es war zum einen unbedingt nicht die Genre, die ich schaute und zum anderen war ich ohnehin niemand, der viel Zeit mit fernsehen verbrachte. Ich hoffte, dass er durch meinen Kommentar nicht geschlossen hatte, dass ich mich nicht für seine Serie interessierte bzw. falls dem so war, er es nicht persönlich nahm. Ich schätze ihn zwar nicht so ein, aber es gab genug Schauspieler, die dachten dass sich die Welt nur um ihre Filme drehen sollte. „Nun, mit der Menge an Fans, die du im Kapitol hast, sollte es nicht allzu schwierig sein im Schauspielgeschäft aktiv zu bleiben.“ fügte ich schließlich zuversichtlich hinzu, auch wenn ich selbst wusste, dass sich die Menge an Fans auch jederzeit wieder für jemand anderes mehr interessieren konnte. Zumindest hatte er den Vorteil, dass die Leute ihn zusätzlich für seine Position als Sieger bewunderten.

Als der Ober die Vorspeise brachte, nahm ich nach einem höflichen 'Guten Appetit' einen Löffel und musste feststellen, dass der Chefkoch sich wie jedes Mal wieder selbst übertroffen hatte – die Speisen in diesem Restaurant waren einfach vorzüglich.
Bei Luke's nächsten Worten zog ich dann die Augenbrauen hoch, es war irgendwie eine ungewöhnliche Frage und ich konnte nicht behaupten, dass ich damit gerechnet hätte. Es war definitiv nicht das Spannendste, was das Kapitol zu bieten hatte.. andererseits gab es in den Distrikten vermutlich nichtmal eine Universität. „Nun, ich kann gucken, ob sich das engagieren lässt.“ meinte ich dann schulterzuckend, da das Gelände eigentlich nur mit entsprechenden Ausweisen begehbar war. „Gibt es irgendeine Fakultät, die dich besonders interessiert?“
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Luke Singer
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BeitragThema: Re: Dinner for two   Mo Dez 15, 2014 8:10 pm

Ich hatte gerade damit begonnen, die Vorspeise zu genießen, als sie den Vorschlag machte mich in eine Oberschule zu bugsieren. Ich verschluckte mich unwillkürlich, sah sie groß an, hustete, griff nach der Serviette in meinem Schoß, hustete in die Serviette und sah sie wieder groß an.

Als ich es geschafft hatte, nicht an meinem Bissen zu ersticken, musste ich dann doch lachen.
"Was? Nein!" Ich wedelte mit der Hand um den Gedanken an mich in einer Oberschule zu verscheuchen. "Ich in einer Kapitoleroberschule! Ich dachte eher, du kannst mir vielleicht was über deinen Schulalltag und deine Fächer erzählen." verdeutlichte ich dann, noch immer grinsend.

"Sorry, anscheinend war ich nicht präzise genug."
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Dinner for two
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